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Unsere Weimaraner- Welpenförderung zu gestalten
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Viele Züchter glauben, es wäre schon genug, wenn man die Welpen immer wieder mit Wild in Kontakt bringt. Dabei kommt es hier ganz entscheidend darauf an, WIE man die Weimaraner-Welpen an das Wild heranführt. Was hier nicht vom Züchter zwischen der 4. und der 7. Woche aufgebaut wird, ist später nicht mehr zu erreichen.
Wir fördern gezielt die jagdlich bedeutenden Verhaltenskomplexe Beutegreifen, Beutetragen, Wildmotivation und Bringfreude. Wir haben unsere Methodik in diesem Bereich nach vielen Erfahrungen mit eigenen Welpen und bei der Durchführung von Seminaren für Jagdhundewelpen immer weiter verbessern können. So sind wir heute in der Lage unsere Weimaraner-Welpen nachweislich so zu fördern, dass sie gegenüber gleichaltrigen Welpen einen deutlichen Vorsprung haben.
Was uns außerdem wichtig ist:
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Die Frage, welches die günstigste Jahreszeit zur Aufzucht von Welpen ist, wird immer wieder gestellt. Befürworter von "Herbst-/Winterwürfen" führen dabei gerne an, dass die Welpen bei den Zuchtprüfungen Vorteile hätten, weil sie zu den Prüfungsterminen einige Monate älter sind, als die Welpen aus Frühjahrswürfen.
Nachdem wir selbst einen Wurf im November hatten, scheinen uns jedoch die Nachteile von Würfen in der kalten Jahreszeit gravierend. Gerade in der hochsensiblen und wichtigen Entwicklungsphase zwischen der 4. und der 8. Lebenswoche werden die Welpen durch die kalten Temperaturen in ihrer Aktivität und in ihrem Erkundungsdrang massiv gehemmt. Die längste Zeit des Tages liegen sie eng beieinander, um sich gegenseitig zu wärmen. Das hat zur Folge, dass wichtige Lernprozesse nicht in dem Maße stattfinden können, wie das wünschenswert wäre.
Welpen aus "Frühjahrswürfen" sind demgegenüber wesentlich aktiver. Sie Spielen und Erkunden wesentlich häufiger und länger, als Welpen aus "Herbst-/Winterwürfen". Da Spiel und Erkundung die Grundlage für das Lernen und die Entwicklung sind, haben Welpen aus "Frühjahrswürfen" eindeutig bessere Voraussetzungen.
Auch in der Natur ist das Frühjahr die Zeit, in der die Jungtiere geboren werden - aus gutem Grund.
Soweit es möglich ist, legen wir daher unsere Würfe so, dass die Welpen zwischen Februar und Mai auf die Welt kommen.
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Die Welpen erhalten von uns während der Geburt keine Hilfestellung. Die Welpen müssen sofort aus eigener Kraft die Milchdrüse erreichen. Welpen, die hierzu nicht in der Lage sind, wären auch in der Natur nicht überlebensfähig. Ebenso lehnen wir den Einsatz von Infrarot-Wärmelampen ab. Die Welpen müssen lernen, dass sie die Körperwärme der Mutter nur erreichen, wenn sie sich anstrengen. Es ist einer der wichtigsten Lerneffekte für einen Welpen zu erkennen, dass er nur über eigene Anstrengung zum Erfolg kommt
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Bei einigen Hunderassen müssen ab einer bestimmten Wurfgröße "überzählige" Welpen getötet werden. Diese unsinnige Bestimmung gibt es beim Weimaraner nicht. Ob ein Welpe "überzählig" ist, oder nicht, richtet sich nicht nach der Wurfgröße. Alle Welpen, die sich im Konkurrenzkampf um die Muttermilch durchsetzen können, sind so vital, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, diese zu töten. Welpen, die jedoch in diesem Konkurrenzkampf nicht bestehen, werden von uns nicht durchgepäppelt!
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Die Welpen werden
während der Aufzuchtzeit mit allen wichtigen Wildarten (Hase, Kanin, Fasan,
Ente, Fuchs, Reh und Sau) vertraut gemacht. Wir gewöhnen die Welpen nicht nur
an die verschiedenen Wildarten, sondern wir bemühen uns, die Attraktivität des
Wildes für die einzelnen Hunde zu steigern. Das erreichen wir vor allem über
Beutespiele an der Reizangel. Da erfahrungsgemäß der Fuchs in der Ausbildung
die größten Probleme verursacht, legen wir einen Schwerpunkt auf die
Gewöhnung an den Fuchs.
Um den Naseneinsatz zu fördern werden kleine Fährtenübungen durchgeführt. Auch durch Verstecken von Welpenfutter im Auslauf kann der Naseneinsatz angeregt werden.
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Unser Wurf wird
bewusst in der Wohnung aufgezogen. Und dort nicht in einer Abstellkammer,
sondern im Wohnzimmer mit direktem Zugang in den Garten. Auf diese Weise spielt sich das ganze Familienleben
um die und mit den Welpen ab. Die Welpen werden jede Woche mehrmals
von den verschiedensten Menschen (auch Kinder und Senioren) besucht. Bei
jeder Gelegenheit spielen wir mit den Kleinen oder nehmen sie einfach auf den Arm
und streicheln sie.
Eine
intensive Bindung zum Menschen ist gerade in der heutigen Zeit die Grundlage
zur Entwicklung eines sicheren und sozialverträglichen Wesens.
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Der Abenteuerspielplatz im Garten wird so gestaltet, dass er an die Bewegungsfähigkeit verschiedenartige Ansprüche stellt. Unterschiedliche Tunnels, Zelte und Spielzeug. Als Besonderheit sind die Welpenwippe und die Welpenmatratze anzuführen. Durch die Welpenwippe sollen die Hunde Sicherheit auch bei einem plötzlich abkippendem Untergrund gewinnen.
Eine nur halb
gefüllte, große Luftmatratze soll dem Hund die Sicherheit geben,
sich selbst auf extrem schwankendem Untergrund souverän fortzubewegen.
Sowohl Welpenwippe als auch Welpenmatratze wurden bisher von allen Welpen als
natürlicher Bestandteil ihrer Umgebung akzeptiert. Dort spielten sie,
als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt.
Die
Körperkoordination wird außerdem durch die Spiele an der Reizangel
gefördert. Gerade zwischen der sechsten und achten Lebenswoche kann so eine große
Verbesserung der Reaktions- und Bewegungsfähigkeit erzielt werden..
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Die Neugier ist eine wesentliche Antriebsfeder in der Entwicklung des jungen Hundes. Um diese Neugier zu befriedigen, vergrößern wir systematisch den Aktionsradius der Welpen, und konfrontieren sie täglich mit neuen Eindrücken. Der Welpenauslauf wird immer wieder umgestaltet. Ab dem Alter von 5 Wochen werden jeden Tag Ausfahrten ins Revier unternommen. Um die Welpen unempfindlicher gegen Witterungseinflüsse zu machen, werden Sie grundsätzlich im Freien gefüttert. Die täglichen Ausflüge finden bei jeder Witterung statt. So können die Welpen Sonnenschein ebenso wie strömenden Regen kennen lernen. Sie erleben sie wie es ist, durch nasses Graß, über kleine Bächlein, die sich vom Regen bilden, quer durch das Unterholz des Waldes und durch den tiefen Morast zu stapfen.
Der
erwachsene Hund soll auf Geräusche neutral oder interessiert reagieren.
Keinesfalls sind Schreckreaktionen erwünscht. Während der Prägung
wird der Schwerpunkt auf die Vorbereitung der Schussfestigkeit gelegt,
zugleich aber verschiedene Alltagsgeräusche eingeflochten.
Hier eine Auswahl der eingesetzten Geräusche: Bohrmaschine, Stichsäge, Hammerschläge, platzende Luftballons, Staubsauger, Elektrorasierer, herabstürzende Dose (mit Nägeln gefüllt), herunterkrachendes Brett, Musik (Klassik, Pop), Jagdhorn, Tierstimmen (von CD), Tröte, Quietschball, raschelndes Papier und raschelnde Folien, Schreckschusspistole (Schussabgabe im Nebenzimmer)
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Zielsetzung ist es, die Welpen an verschiedene Nahrungsmittel zu gewöhnen, damit beim
erwachsenen Hund Nahrungsumstellungen und Diäten ohne Probleme durchgeführt
werden können. Folgende Nahrungsmittel werden in der Aufzuchtzeit
gegeben:
Schmelzflocken, Haferflocken, Rindertartar, Quark, Hüttenkäse, Karotten, Bananen, Äpfel, Reis, Kartoffeln, Zwieback, Brot, Pansen, getrocknete Lunge, „Leicht und Cross“ (eine Art Knäckebrot), Joghurt, Premium-Welpenfutter, Nieren-Blasentee und Fencheltee
Unser Welpen werden sowohl aufgaben- als auch alltagsorientiert auf ihre Zukunft vorbereitet. Es wird das Fundament gelegt, für die zukünftige Entwicklung der Weimaraner-Welpen bei ihren neuen Besitzern. Jeder Tag der Prägungsphase wird bewusst gestaltet, wohlwissend dass diese Zeit wertvoll und unwiederbringlich ist.