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Der Weimaraner
Hintergrund-
informationen zur Rasse "Weimaraner"
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Der FCI-Rassestandard
"Weimaraner
Vorstehhund"
Ursprungsland:
Deutschland
FCI Klassifikation: Gruppe VII - Sektion I - kontinentale Vorstehhunde; Typ
"Braque"
Allgemeines Erscheinungsbild
Mittelgroßer bis
großer Jagdgebrauchshund. Zweckmäßiger Arbeitstyp, formschön, sehnig, mit
kräftiger Muskulatur. Der Rüden- bzw. Hündinnen-Typ soll eindeutig ausgeprägt
sein.
Verhalten und Charakter
Vielseitiger,
leichtführiger, wesensfester und passionierter Jagdgebrauchshund mit
systematischer und ausdauernder Suche, jedoch nicht übermäßig
temperamentvoll. Nase von bemerkenswerter Güte. Raubzeug- und wildscharf,
auch mannscharf, jedoch nicht aggressiv. Zuverlässig im Vorstehen und in
der Wasserarbeit. Bemerkenswerte Neigung zur Arbeit nach dem Schuss.
Größe
und Gewicht
Widerristhöhe:
Rüden 59-70 cm (Idealmaße 62-67 cm); Hündinnen 57-65 cm (Idealmaße 59-63
cm). Gewicht: Rüden ca. 30-40 kg; Hündinnen ca. 25-35 kg.
Wichtige
Maßverhältnisse
Rumpflänge zu
Widerristhöhe etwa 12:11. Längenproportionen des Kopfes von der Nasenspitze
bis zum Stirnanfang etwas länger als von dort zum Hinterhauptbein. Vorderhand:
Länge Ellenbogen bis Mitte Vordermittelfußknochen und Länge Ellenbogen bis
Widerrist etwa gleich.
Kopf
Oberkopf:
in Harmonie zu der Körpergröße und zum Gesichtsschädel. Beim Rüden
breiter als bei der Hündin, jedoch bei beiden im Verhältnis Breite des
Oberkopfes zur Gesamtlänge des Kopfes in guter Proportion stehend. Auf der
Stirnmitte eine Vertiefung. Hinterhauptbein leicht bis mäßig hervortretend.
Hinter den Augen gut verfolgbares Jochbein. Stirnabsatz (Stop) äußerst
gering.
Gesichtsschädel:
Nase: Nasenschwamm groß, über den Kiefer vorstehend.
Dunkelfleischfarben, nach hinten allmählich in grau übergehend. - Fang:
lang und, besonders beim Rüden, kräftig, im Profil fast kantig wirkend.
Fang- und Reißzahnbereich etwa gleich stark. Nasenrücken gerade, oft etwas
gewölbt, niemals nach unten durchgebogen. - Lefzen: mäßig überfallend,
diese wie Gaumen fleischfarben. Kleine Mundfalte. - Kiefer: kräftig.- Backen:
muskulös und deutlich ausgeprägt. "trockener Kopf". - Gebiss:
vollständig, regelmäßig und kräftig. Schneidezähne sich reibend berührend
(Scherengebiss). - Augen: bernsteinfarben, dunkel bis hell, von
intelligentem Ausdruck. Im Welpenalter himmelblau. Rund, kaum schräg
gestellt. Lider gut anliegend. - Behang: breit und ziemlich lang, etwa
den Mundwinkel erreichend. Hoch und schmal angesetzt, unten spitz abgerundet.
Bei Aufmerksamkeit leicht nach vorne gedreht, gefaltet.
Hals
Edel wirkend und
getragen, obere Profillinie geschwungen. Muskulös, fast rund, nicht zu kurz,
trocken. Zu den Schultern sich verstärkend und in Rückenlinie und Brust
harmonisch übergehend.
Körper
Oberlinie:
Von der geschwungenen Halslinie über den gut ausgeprägten Widerrist
harmonisch in den relativ langen, festen Rücken übergehend. Widerrist:
gut ausgeprägt. Rücken: fest und muskulös, ohne Senkung. Hinten
nicht überbaut. Ein etwas längerer Rücken ist, da rasseeigentümlich, nicht
fehlerhaft. Brust: Kräftig, aber nicht übermäßig breit; mit genügender
Tiefe - fast bis zum Ellenbogen reichend - und genügender Länge. gute Wölbung,
ohne tonnenförmig zu sein, mit langen Rippen, vor Brust gut ausgeprägt. Bauchlinie:
leicht ansteigend, Bauch aber nicht aufgezogen. Rute: Rutenansatz etwas
tiefer unter der Rückenlinie als bei anderen vergleichbaren Rassen. Rute kräftig
und gut behaart. In der Ruhe hängend, bei Aufmerksamkeit und bei der Arbeit
waagerecht oder auch höher getragen. Geschlechtsorgane: Rüden müssen
zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig
im Skrotum befinden.
Gliedmaßen
Vorderhand:
Läufe "hoch", sehnig, gerade und parallel; aber nicht breit
stehend. - Schultern: lang und schräg. Gut anliegend. Kräftig
bemuskelt. Gute Winkelung und stark. - Ellbogen: frei und gerade
liegend. Weder nach innen noch nach außen gedreht. - Unterarm: lang,
gerade gestellt. - Vorderfußwurzelgelenk: kräftig, straff. - Vordermittelfuß:
sehnig, leicht schräg gestellt. - Vorderpfoten: geschlossen und kräftig.
Gerade zu Körpermitte stehend. Zehen gewölbt. Längere Mittelzehen sind
rasseeigentümlich und somit nicht fehlerhaft. Krallen hell- bis dunkelgrau.
Ballen gut pigmentiert, derb. Hinterhand: Läufe "hoch",
sehnig bzw. gut bemuskelt. Parallel gestellt, nicht nach außen oder innen
gedreht. - Oberschenkel: genügend lang, kräftig und gut bemuskelt. - Kniegelenk:
kräftig und straff. - Unterschenkel: lang, Sehnen deutlich
hervortretend. - Sprunggelenk: kräftig und straff. - Hintermittelfuß:
sehnig, fast senkrecht stehend. - Hinterpfoten: geschlossen und kräftig,
ohne Wolfskrallen. Sonst wie Vorderpfoten.
Gangwerk
Bewegungsablauf in
allen Gangarten raumgreifend und fließend. Hinter- und Vorderläufe parallel
gesetzt. Galoppsprung lang und flach. Im Trab Rücken gerade bleibend.
Passgang ist unerwünscht.
Haut
Kräftig. Gut,
aber nicht zu eng anliegend.
Haarkleid
(Beschaffenheit)
Kurzhaar:
kurzes (aber länger und dichter als bei den meisten vergleichbaren
Hunderassen), kräftiges sehr dichtes, glatt anliegendes Deckhaar. Ohne oder
mit geringer Unterwolle. Langhaar: weiches, langes Deckhaar, mit oder
ohne Unterwolle. Glatt oder leicht wellig. Haar am Behangansatz lang überfallend.
An den Behangspitzen ist samtartiges Haar zulässig. Haarlängen an den Seiten
3-5 cm, an der Halsunterseite, der Vorbrust und am Bauch meist etwas länger.
Gute Federn und Hosen, jedoch nach unten weniger lang. Rute mit guter Farbe.
Zwischenzehenraum behaart. Kopfbehaarung weniger lang. Stockhaarähnliche
Behaarung mit mittellangem, dichtem und gut anliegendem Deckhaar, dichter
Unterwolle und mäßig ausgebildeten Federn und Hosen kommt bei mischerbigen
Hunden gelegentlich vor. Farbe: silber-, reh- oder mausgrau sowie Übergänge
zwischen diesen Farbtönen. Kopf und Behänge meist etwas heller. weiße
Abzeichen sind nur in geringem Maß an der Brust und an den Zehen zulässig.
Gelegentlich über der Rückenmitte ein mehr oder weniger gut ausgeprägter
dunkler "Aalstrich". Hunde mit ausgesprochenem rot-gelben
"Brand" dürfen höchstens den Formwert "gut" erhalten.
Brauner Brand ist ein schwerer Fehler.
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